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Stadttauben – Für ein friedliches Miteinander von Mensch und Tier

Zum Überlebenskampf verurteilt
Tauben stammen von der Felsentaube ab und wurden Jahrhunderte lang als Fleischlieferanten, Briefboten oder Liebhabertiere mit einer ganzjährig hohen Brutaktivität gezüchtet. Die heute in den Städten lebenden Nachkommen sind verwilderte Haustiere, die auf den Menschen angewiesen und doch täglich einem harten Überlebenskampf ausgesetzt sind. Als ursprüngliche Höhlenbrüter suchen sich die Tauben hoch gelegene Ruhe- und Nistplätze an Gebäuden. Von dort werden sie vertrieben. Die standorttreuen Körnerfresser finden – vor allem bei bestehenden Fütterungsverboten – nicht ausreichend Nahrung und müssen sich zwangsläufig von Unrat ernähren oder verhungern.

Tierschutzwidrige Taubenabwehr
Zahlreiche Vorurteile haben dazu geführt, dass die Stadttauben vielerorts verjagt und bekämpft werden. Kostenintensive Abwehrvorrichtungen an Gebäuden, wie z. B. Netze und Spikes, sind weit verbreitet. Die Folge sind häufig verletzte, verstümmelte oder qualvoll zu Tode gekommene Tiere. Zu einer dauerhaften Lösung des Problems führen diese Maßnahmen jedoch nicht. Die fern gehaltenen Tauben werden gezwungen, auf benachbarte Standorte auszuweichen.
Besonders im Jenaer Stadtzentrum sind häufig Tiere mit verstümmelten, abgebundenen bzw. abgetrennten Beinen oder gebrochenen Flügeln zu sehen. Der Tierschutzverein konnte in den letzten Monaten einzelnen Tieren helfen. Eine große Anzahl leidet jedoch unbemerkt auf den Dächern der Stadt.
Tötungsaktionen sind ethisch nicht vertretbar und führen lediglich zu einer Verjüngung einer schnell wieder heranwachsenden Taubenpopulation.

Stadttaubenkonzept – lösungsorientiert und nachhaltig
Verschiedene deutsche Städte haben bereits ein sinnvolles Konzept mit Erfolg umgesetzt, das den Interessen der Bürger und Kommunen sowie den Tieren gerecht wird: die Errichtung und fachgerechte Betreuung von Taubenschlägen zur sukzessiven Reduzierung und Gesunderhaltung der Taubenbestände.

Das Konzept umfasst das Angebot von Schlaf- und Nistplätzen, eine artgerechte Fütterung, regelmäßige Gesundheitskontrollen sowie den Austausch der Eier mit Attrappen zur Geburtenregulierung. Mittel- bis langfristig entsteht dadurch ein gesunder und stabiler Tierbestand, der eine friedliche Koexistenz möglich macht.

Dem ästhetischen und hygienischen Problem der Verschmutzung durch Taubenkot wird in hohem Maße entgegen gewirkt. Erfahrungsgemäß 70-80 Prozent des Kots wird von den angesiedelten Tauben im Schlag abgesetzt. Umliegende Gebäude, Balkone und Wege werden dadurch verschont. Expertenaussagen belegen, dass durch Tauben keine höhere gesundheitliche Gefährdung ausgeht als von anderen Tieren sowie Zier- und Wildvögeln.

Informationen zum Stadttaubenprojekt in Jena finden Sie auf der Homepage www.stadttauben-jena.de.

Ansprechpartnerin für Stadttauben im Tierschutzverein und ehrenamtlich beratend am Stadttaubenprojekt beteiligt: Kerstin Wuthenow, Tel. 0179-7710560, Stadttauben.Jena@web.de.

Weitere Informationen zum Thema Stadttauben:

www.tierrechte.de/themen/stadttauben
www.stadttaubenprojekt.de